//
you're reading...

Mehr Unternehmen

Bayernhochsechs im Interview mit Klaus Kamhuber

IMG_0514Als Gruppengesellschaft des Chemie-Weltmarktführers BASF zählt die BASF Construction Solutions GmbH zu den gefragtesten Unternehmen in der Region. Welche Chancen bietet Ihr Unternehmen als Arbeitgeber seinen Mitarbeitern?
Der unternehmerische Erfolg der BASF beruht auf den persönlichen Erfolgen unserer Mitarbeiter. Wir möchten deshalb ein attraktiver Arbeitgeber sein, bei dem jeder seine Stärken entfalten kann und Leistung anerkannt wird. Dem Wettbewerb um die besten Fach- und Führungskräfte stellen wir uns mit spannenden Aufgabenspektren, leistungs-orientierter Bezahlung sowie umfangreichen Weiterbildungs- und Entwicklungsmöglich-keiten, auch international. Zudem hat das Thema Work-Life-Balance für uns eine hohe Bedeutung.

Welche Perspektiven haben Auszubildende in Ihrem Unternehmen?
Im CHEMIEPARK Trostberg bildet die AlzChem als Standortbetreiber für alle hier ansässigen Unternehmen aus. Bei einem der größten Ausbilder in der Region finden die Azubis hier ein hochmodernes Ausbildungslabor, ideale Lehrwerkstätten und eine abwechslungsreiche kaufmännische Ausbildung. Jährlich starten im CHEMIEPARK etwa 40 Azubis ihre hochwertige Ausbildung in kaufmännischen, metall- und elektrotechnischen sowie chemischen Berufen und legen damit den Grundstein für ihren weiteren Berufsweg. Die Übernahmequote ist hoch, viele langgediente Mitarbeiter haben ihre berufliche Laufbahn mit einer Ausbildung am Standort begonnen.

Gibt es Unterstützung für berufstätige Mütter? Wie hoch ist der Frauenanteil im Unternehmen?
Trotz der stark männerlastigen Produktion ist in unserem Unternehmen jeder dritte Mitarbeiter eine Frau. Um unsere Mitarbeiter in jeder Lebensphase optimal unterstützen zu können, bieten wir über 60 Arbeitszeitmodelle an. So können Beruf und Privatleben bestmöglich miteinander vereinbart werden. Kernzeiten haben wir zugunsten höchstmöglicher Flexibilität ganz abgeschafft. Für Teilzeitwünsche inner- und außerhalb von Elternzeiten haben wir unter Berücksichtigung der betrieblichen Erfordernisse immer ein offenes Ohr.

Welche Perspektiven bieten Sie Fachkräften und Akademikern?
Als Teil des führenden Chemieunternehmens der Welt wollen wir beste Teams bilden, die intelligente Lösungen bieten – für unsere Kunden und für eine nachhaltige Zukunft. Dazu vernetzen und fördern wir Menschen mit den unterschiedlichsten Talenten, Qualifikationen und Berufen. Das eröffnet diesen vielfältige Entwicklungschancen, denn sie können bei uns ihr gesamtes Potenzial ausschöpfen. Ganz gleich, um welche konkrete Stelle es sich handelt, wer Pioniergeist, Kompetenz und Leidenschaft mitbringt, sollte mit uns sprechen. Ob Anwendungstechniker, Vertriebsexperte, Laborant oder Chemikant – sie alle haben ihren festen Platz in unserem Unternehmen und sind in anspruchsvollen Aufgabengebieten beschäftigt.

Welche Studiengänge sind für Sie besonders Interessant?
Durch unsere internationale Ausrichtung sind wir gerade auch für Hochschulabsolventen ein besonders attraktiver Arbeitgeber. Jeder unserer Mitarbeiter trägt unsere Unternehmenskultur mit, in der herausragende Ideen gemeinsam verwirklicht werden. Unser Credo lautet: „Was immer wir tun, wollen wir besser machen als andere „– und dazu brauchen wir jederzeit das beste Team der Industrie. In diesem besten Team engagieren sich neben Fachkräften und Experten mit abgeschlossener Ausbildung auch viele Hochschulabsolventen, vor allem Chemiker, aber auch andere Naturwissenschaftler, Ingenieure und Wirtschaftswissenschaftler.

Was bieten Sie darüber hinaus Ihren Mitarbeitern zur persönlichen Weiterentwicklung?
Personalentwicklung verstehen wir nicht nur als hierarchischen Aufstieg, sondern auch im Rahmen von Projektverantwortung oder einer Experten-Karriere. Wie jeder Mitarbeiter sich am besten individuell weiterentwickeln kann, besprechen wir in einem jährlich stattfindenden Mitarbeiter- bzw. Entwicklungsgespräch. Im Vordergrund stehen Dialog und die gestärkte Verantwortung der Mitarbeiter für ihre eigene Entwicklung.

Welche internationalen Karrieremöglichkeiten bietet der Einstieg bei BASF in Trostberg?
Die Mitarbeiter der BASF Construction Solutions GmbH sind Teil des globalen Marktführers der Chemie. Dadurch kann Trostberg für entsprechend mobile Mitarbeiter das Tor zur Welt werden. Dass dies nicht nur bloße Theorie, sondern gelebte Praxis ist, zeigt die Tatsache, dass immer wieder Kollegen von Trostberg aus sich an weit entfernte BASF Standorte wie beispielsweise Tucson oder Johannesburg weiter entwickeln. Gegenwärtig sind zwei Kollegen nach New York bzw. nach Shanghai delegiert.

Natürlich wünscht sich jedes Unternehmen immer die Bewerber mit den besten Zeugnissen und Abschlüssen. Welche menschlichen Faktoren sind Ihnen bei Bewerbern wichtig und würden Sie auch weniger gut qualifizierten Bewerbern, beispielsweise Schüler ohne Abschluss oder Quereinsteigern eine Chance geben?
Bei unseren Mitarbeitern ist uns wichtig, dass sie sich selbst und andere weiter entwickeln, dass sie gemeinsam Erfolge erzielen, dass sie Innovation vorantreiben, dass sie unternehmerisch handeln, dass sie Vielfalt einbeziehen, dass sie nachhaltige Lösungen vorantreiben, dass sie Kundenorientierung zeigen und dass sie wirkungsvoll kommunizieren. Auch bei unseren Bewerbern prüfen wir, in wie weit diese acht Kompetenzen ausgeprägt sind.

Stichwort Fachkräftesicherung: Welche Schritte unternehmen Sie, um auch in Zukunft ausreichende qualifizierte Mitarbeiter für Ihr Unternehmen gewinnen zu können?
Die BASF ist gerade dabei, ihr Profil als Arbeitgebermarke noch stärker zu schärfen. Die Notwendigkeit einer starken und attraktiven Arbeitgebermarke basiert auf einer Reihe von Faktoren, die mit dem demografischen Wandel einhergehen und ernste Auswirkungen auf das Wachstum und die Wettbewerbsfähigkeit haben: Talente sind rar und die Arbeitnehmerschaft wird immer älter. Zudem verlassen immer mehr Leistungsträger den Arbeitsmarkt als neue eintreten, die sie ersetzen könnten. Dabei sind engagierte und hervorragende Mitarbeiter ein Schlüssel für die Erreichung unserer strategischen Ziele. Um sie für uns zu gewinnen und zu halten, müssen wir nicht nur als weltweit führendes Chemieunternehmen auf uns aufmerksam machen, sondern auch als Arbeitgeber der Wahl – und das bei allem, was wir tun.

Welchen Stellenwert hat die Region bei der Gewinnung von Mitarbeitern – sehen Sie hier einen Standortvorteil, oder erschwert Ihnen die geographische Lage Ihres Unternehmens in Zeiten eines nationalen Wettbewerbs um die besten Mitarbeiter die Personalgewinnung?
Teils teils. Wir hatten schon Bewerber, denen unsere Region zu ländlich und zu weit ab vom Schuss war. Bei vielen Bewerbern aber punkten wir mit den bekannten Vorzügen des Chiemgaus. Diese finden es schon sehr reizvoll, da arbeiten zu können, wo andere Urlaub machen. Wobei ich immer darauf hinweise, dass sich Südostbayern nicht in seiner großartigen Landschaft erschöpft, sondern auch eine prosperierende Wirtschaftregion ist. Allein die chemische Industrie beschäftigt in den Landkreisen Traunstein, Altötting und Mühldorf über 20.000 Menschen und setzt hier jährlich über 10 Milliarden Euro um.

Was gefällt Ihnen persönlich an unserer Region?
Als Kind der Region bin ich da nicht objektiv. Ich persönlich wollte nirgendwo anders lieber leben. Hier ist meine Heimat, mit allem was dazu gehört, den authentischen Menschen, der herrlichen Landschaft und der Lebenshaltung einer Liberalitas Bavariae, die wie kein anderer Begriff die bei uns so charakteristische Kombination von Identität und Weltoffenheit verkörpert.

Was könnte besser sein?
Ganz klar, die Verkehrsanbindung. Der Ausbau der A8, der Lückenschluss der A94, die Realisierung wichtiger Ortsumgehungen auf der B299 und der B304, der Ausbau der Anbindung an den Flughafen München sowie die zeitgemäße Ertüchtigung des Schienennetzes sind unabdingbare Verkehrsprojekte, wenn wir als Region weiter konkurrenzfähig sein wollen. Dies gilt für Wirtschaft und Tourismus gleichermaßen.

Wenn Sie einem Bewerber die Vorzüge der „Arbeitgebermarke“ BASF beschreiben, was sind Ihre wesentlichen Punkte
Der übergreifende Rahmen unserer Arbeitgebermarke und unseres Arbeitgeberversprechens wird von zwei Strategien gebildet: Unsere „We create Chemistry“- und unsere Markenstrategie, die für Verbundenheit, intelligente Lösungen, wertschöpfende Partnerschaften und Nachhaltigkeit als The Chemical Company steht.
Ebenso wie sich BASF als Unternehmen auf den Absatzmärkten der Welt als hervorragende Marke positioniert, so positionieren wir uns auf dem Arbeitsmarkt, um weltweit Top-Talente zu werben, zu motivieren und an uns zu binden. Das Arbeitgeberversprechen übersetzt also die Unternehmensmarke der BASF und das Prinzip des besten Teams in alle Personalprozesse und kommt in vier Grundsätzen zum Ausdruck, die weltweit gültig sind: Connecting, Engaging, Caring und Learning.

 

Klaus Kamhuber ist Leiter Personal und Kommunikation der BASF Construction Solutions GmbH in Trostberg, die zu den bedeutendsten und traditionsreichsten Unternehmen des ChemDelta Bavaria zählt und zudem eines der ersten Unternehmen im innovativen Cleverheads Talentpool in Altötting ist.

Discussion

No comments yet.

Post a Comment

* Copy This Password *

* Type Or Paste Password Here *