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SrTheodolindeBayernschal Adelholzener Alpenquellen ist ein Unternehmen der barmherzigen Schwestern vom heiligen Vincent von Paul

Kein Großkonzern, sondern der Orden der barmherzigen Schwestern vom hl. Vinzent von Paul steht hinter einem der größten Mineralwasserproduzenten Deutschlands, den Adelholzener Alpenquellen. Der Erfolg des Unternehmens ist untrennbar mit Schwester M. Theodolinde Mehltretter verbunden. Sie hat aus der Chiemgauer Quelle ein weltweit exportierendes, sozial engagiertes und umweltbewusstes Unternehmen geschaffen. 16 Jahre war sie als Geschäftsführerin und Personalchefin tätig, wurde 2004 in den Vorstand des Unternehmens berufen und zur Generaloberin des Ordens gewählt.

1946 in der Oberpfalz geboren, wuchs Schwester Theodolinde  in einer tief gläubigen katholischen Familie auf. Bereits in jungen Jahren war ihr bewusst, dass sie in den Orden vom hl. Vinzent von Paul eintreten wird. Ab 1963 wirkte sie dann in verschiedenen Aufgabenbereichen im Orden – absolvierte dabei eine Ausbildung zur Finanzbuchhalterin und erlangte per Fernstudium ein Diplom in Betriebswirtschaft. 1989 übernahm sie die Leitung der damaligen Adelholzener Primusquelle, die seit 1994 als Adelholzener Alpenquellen GmbH firmiert.

Die Ordenschwester mit BWL-Know-How entwickelte das Unternehmen zu einem hochmodernen Betrieb mit heute rund 400 Mitarbeitern und der weltbekannten Marke Adelholzener Alpenquellen. Besonderen Wert wird auf Umweltschutz gelegt: „Oberstes Gebot ist für uns Wasser, Luft und Landschaft zu schützen und nachfolgenden Generationen in ihrer Einzigartigkeit zu bewahren“ lautet die Leitlinie. Und das kann man auch sehen: Die Dächer sind begrünt, die Abwässer durchlaufen die betriebsinterne Kläranlage, in den Produktionshallen sind große Fenster eingebaut um Strom für Licht zu sparen und Warmwasser gibt es durch die eigene Solaranlage.

Einen weiteren Meilenstein setzte Schwester Theodolinde 1998 mit der Einführung der PET-Mehrwegflasche – damals eine Pioniertat zum Thema Verpackung. Zu den Mitarbeitern pflegt sie immer ein besonders enges Verhältnis, kannte jeden bei seinem Namen, hatte stets ein offenes Ohr und ließ es sich auch nicht nehmen, die Lohnzettel persönlich zu verteilen.

Sämtliche Erlöse aus dem Verkauf der Adelholzener Produkte kommen, sofern sie nicht für Investitionen zum Erhalt und Ausbau des Unternehmens genutzt werden, karitativen und sozialen Einrichtungen des Ordens, wie Kliniken, Alten- oder Kinderheime und Sozialstationen, zugute. Schwester Theodolinde ist nicht nur in der Region, sondern in ganz Deutschland eine beispiellose Unternehmerin, die den Begriff Managerin aber gar nicht gern hört.2012 wurde ihr die bayerische Staatsmedaille für die ihr vielfältiges soziales Engagement verliehen.

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  1. […] Petrusquellen im Chiemgau stehen zwar oft im Schatten ihrer großen Schwester, der benachbarten Adelholzener Alpenquellen, trotzdem hat das traditionsreiche Unternehmen in der Mineralwasser-Branche schon so manche […]

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