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Mehr Leben

„Inka – Könige der Anden“ im Lokschuppen Rosenheim

Orejon__Goldene_Figur_eines_Inka-Adligen__14.-16._Jh.__Foto_Anatol_Dreyer__Linden-Museum_StuttgartSeit vergangenen Freitag hat der Lokschuppen in Rosenheim seine Pforten für die Besucher der der Ausstellung  „Inka – Könige der Anden“ geöffnet. Entstanden ist die europaweit einzige Sonderausstellung zu diesem Thema in Zusammenarbeit mit dem Linden-Museum in Stuttgart und unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten Joachim Gauck. Im Lokschuppen werden bis zum 23. November 2014 anhand von rund 300 Exponaten aus 15 internationalen Museen und Sammlungen die Geschichte der Kultur der Inka  – von ihren Anfängen in der Mitte des 11. Jahrhunderts bis in die Kolonialzeit – gezeigt.

In der Mythologie der Inka gibt es unterschiedliche Ansätze über die Entstehung dieses imposanten Reiches. Der bekannteste stammt wohl von dem Chronisten Garcias Inca de la Vega. Ihm zufolge wurden der erste Inka Manco Capac, Sohn der Sonne und seine Schwester Mama Ocllo vom Sonnengott Inti auf die Erde gesandt, um diese zu verbessern. Daraus entwickelte sich die Geschichte des größten indigenen Reiches, das je auf amerikanischen Boden geschaffen wurde: 200 verschiedene ethnische Gruppen, die in einem Land extremer klimatischer Bedingungen auf rund 5000 km entlang der Anden – vom heutigen Kolumbien bis Chile – lebten. Kulturstätten wie Machu Picchu und die Inka-Stadt Cusco sind heute noch faszinierende Zeugen dieser ehemaligen Kultur. INKA_Plakatmotiv

In der Ausstellung bildet die imperiale Phase der Inka-Zeit, d.h. zwischen dem 15. und 16. Jahrhundert den Schwerpunkt der Ausstellung.  Hauptaugenmerk liegt dabei auf der Architektur der Häuser und Paläste, dem Leben der Inka-Adeligen in Cusco, dem Sonnentempel als religiöses Zentrum, den Eroberungen und Kriegen sowie der Landwirtschaft und dem ausgeklügelte Verwaltungssystem des riesigen Reiches.

Außerdem gibt es zahlreiche wertvolle und seltene Opferschalen, überwiegend Kunstschätze, die noch nie zuvor in Europa gezeigt wurden und Textilien, die im Inka Reich mehr zählten als Gold, aus der gesamten Geschichte zu bewundern.

Für seine Besucher hat sich der Lokschuppen auch dieses Jahr wieder allerhand einfallen lassen: Workshops und Führungen unter museumspädagogischer Aufsicht für Schulklassen, Familienführungen, „Pisco-Sour Touren“ für Erwachsene, Paar_aryballosKulturgenuss für Aktiv-Senioren, exklusive Sonderführungen und Gourmetabende, die Führungen durch das Reich mit anschließenden kulinarischen Spezialitäten aus dem Reich der Inkas verbinden.

Im sechsundzwanzigstem Jahr ist der Lokschuppen als Ausstellungszentrum in Rosenheim ein wichtiger Kulturmotor, der bis jetzt fast 3,7 Mio. Besucher angelockt sowie 40 Projekte realisiert hat und einen Platz unter den Top Ten der deutschen Ausstellungshäuser inne hält.

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