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Mehr Süden

Julius Exter – der Farbenfürst vom Chiemsee

Julius Exter / Selbstportrait

Julius Exter / Selbstportrait

Julius Exter zählt zu den bekanntesten Chiemseemalern: In seinem ehemaligen Wohnsitz und Standort seiner Malschule, dem Künstlerhaus Exter in Feldwies / Übersee können noch bis 14.September siebzig seiner Werke, darunter 15 bisher noch nie gezeigte, bewundert werden.
Exter wurde 1863 in Ludwigshafen am Rhein geboren. Er absolvierte an der Akademie der Bildenden Künste in München seine Ausbildung zum Kunstmaler und galt als Mitbegründer der Münchner Secession, einer Vereinigung avantgardistischer Maler. Seine Werke stellte Exter unter anderem in München, Düsseldorf und Berlin aus.
1902 erwarb er in Feldwies / Übersee den mittlerweile fast 500 Jahre alten Bauernhof „Zum Stricker“. Dort richtete er sich sein Atelier ein und gab auch seine schon damals sehr populären Malkurse.
Der Fokus seiner Arbeiten lag auf Momentaufnahmen: Gartenbilder, Badende am Chiemsee oder Volksfeste – alles mit einer herausragenden Farbpalette und wenigen Pinselstrichen. 1939 starb der Künstler in seinem Haus in Feldwies. Heute ist es als Museum und Galerie der Öffentlichkeit frei zugänglich – was dem Wunsch seiner Tochter Judith entsprach, die das Anwesen dem Freistaat anvertraute. Das Haus mitsamt Garten, Exter war begnadeter Gärtner, wurden aufwändig saniert und bietet nun eine Zeitreise in die Welt des Künstlers. Im kleinem Ateliergebäude befindet sich außerdem ein Antik- und Trödelmarkt, dessen Reinerlös dem Exterhaus zu Gute kommt.

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