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Mehr Leben

Martin Rehmann – Der Sternekoch von Prien

Restaurant Rehmann in Prien am Chiemsee

Martin Rehmann hat mit seinem Restaurant Rehmann in Prien am Chiemsee den Michelin-Stern auch im zweiten Jahr verteidigt

 

Der 32jährige Koch Martin Rehmann hat vor drei Jahren den großen Sprung in die Selbstständigkeit gewagt. Ein mutiger Schritt, ist doch gerade für Gründer in der Gastronomie das unternehmerische Risiko sehr hoch. Doch Rehmann hat mit seinem gleichnamigen Restaurant Rehmann in Prien am Chiemsee einen ziemlichen Senkrechtstart hingelegt. Ausgezeichnet mit einem Michelin-Stern – und das nur vier Monate nach der Eröffnung. „Am Anfang ging sogar das Gerücht herum, dass ich den Stern gekauft habe. Stellen Sie sich das vor! Dabei war das Ganze ein Resultat knallharter Arbeit.“ Heute kann Rehmann darüber lachen, aber anfangs war das Ringen um Akzeptanz schon Kräfte zehrend. Den Stern kann Rehmann bis dato übrigens tapfer verteidigen.

Und das Thema Fachkräftemangel hat Rehmann gleich mal selbst in die Hand genommen. „Ich mache jetzt einfach alles selbst. Das war für mich die einzig logische Entscheidung. Denn ich habe selbst wie verrückt nach fähigen Mitarbeitern gesucht. Das ist generell nicht leicht – und hier auf dem Land noch weniger. Da wir nur an den Wochenenden auch Mittags geöffnet haben und bei Kochkursen oder anderen Veranstaltungen das Lokal geschlossen halten, funktioniert das ganz gut.“ schildert uns Rehmann.

Martin Rehmann und Jasmin RiehlIn der Küche setzt der junge Koch auf frischeste Produkte, der regionale Schwerpunkt ist im dabei wichtig, aber nicht ausschlaggebend. „Ich arbeite wahnsinnig gerne mit regionalen Produkten wie Forelle oder Saibling. In der gehobenen Gastronomie verlangen die Gäste aber einfach noch immer nach „exotischeren“ Produkten – da greife ich natürlich auch auf exklusivere Lebensmittel zurück. Die Mischung macht’s!“ weiß Rehmann. Grüner Spargel mit Sommertrüffel, Kalbsbries mit Artischocke und Olive, Knurrhahn mit Spinat und Schaffrischkäse mit Rhabarber und Whisky sind nur eine kleine Auswahl seiner Gerichte. Seit Mitte April gibt es mittags unter dem Motto „Kochen wie bei Muttern“ außerdem ein dreigängiges Menü für nur fünfunddreißig Euro – einfache, bodenständige Gerichte in hervorragender Qualität, aber ohne jeglichen Chichi zubereitet und serviert.

Der Kontakt zu lokalen Produzenten ist ihm wichtig, frische Kräuter pflückt er auch schon mal selbst und eigentlich träumt er davon, irgendwann in seinem Schaffen autarker zu sein. „Zumindest größtenteils die eigenen Produkte zu nutzen – das ist schon eine tolle Vorstellung und wenn mir eines Tages die richtige Immobilie unterkommt, werde ich wahrscheinlich nicht nein sagen.“ erzählt der Sterne-Koch. Berufliche Pläne und Träume hat Rehmann übrigens eine ganze Menge, die er gerne in naher Zukunft umsetzen möchte. Aber davon verraten wir erst einmal nicht zu viel. Ganz sicher aber ist, dass Rehmann zusammen mit seiner Lebensgefährtin Jasmin Riehl, die für reibungslosen Service und den guten Tropfen Wein am Tisch verantwortlich ist, für die Region noch so einige kulinarische Highlight in Petto hat. Dazu gehören Events wie die regelmäßig stattfindenden Big Bottle Weekends, Kochkurse oder auch die Teilnahme an der Veranstaltung „Priens längste Bierbank“, wo der Spitzenkoch am kommenden Wochenende mit bestem Tafespitz-Burger und süßen Tortellini für kulinarische Abwechslung sorgen wird.

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