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Mehr Süden

Maxhütte Bergen – die eiserne Geschichte des Chiemgaus

maxhuette19jhDie Maxhütte in Bergen im Chiemgau zählte in der Mitte des 19. Jahrhunderts zu den größten und wichtigsten Eisenhütten Süddeutschlands und war ein Zentrum der Industriegeschichte des Chiemgaus.

Pangraz von Freyung, Inhaber der Herrschaft Hohenaschau sowie Wildenwart, kaufte dieses ehemalige Hammerwerk im Jahre 1561 und baute es als Hüttenwerk zum Abbau des Eisenerzes am nahe gelegen Teisenberg um. Als sich die Roheisenherstellung nicht mehr lohnte, wurde die Eisenhütte 1880 zum Gusswarenbetrieb und anschließend zur Maschinenbaufabrik, die in erster Linie Holzbearbeitungsmaschinen herstellte. 1932 ist die Maxhütte der Weltwirtschaftskrise zum Opfer gefallen und musste ihre Tore schließen.

arbeitermaxhütteSeit 2002 werden die Räume der Maxhütte – zu diesem Name kam sie 1824, als König Max I. Josef sie nach einem großen Brand wieder aufbauen lies – als Museum genutzt. Auf der rund 750qm großen Ausstellungsfläche wird die Arbeitsweise des Eisenerzabbaus geschildert, die Weiterverarbeitung gezeigt und Einblicke in die Lebens- und Arbeitsverhältnisse der Arbeiter gewährt. Außerdem werden die Räumlichkeiten auch gerne für Veranstaltungen wie Konzerte, Lesungen und Ausstellungen genutzt.

Die Maxhütte hat seit 1. Mai täglich außer Montags geöffnet. Jeden Dienstag finden Führungen statt. Morgen, am 6.Mai gibt es dort außerdem ein Konzert des Bergener Indie-Pop-Rock Duo Lime Desert.

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