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Mehr Leben

Zuwanderung erwünscht

ZugereistDie aktuelle Debatte um die befürchtete Armutszuwanderung sollte mit Bedacht und ohne schrille Töne geführt werden, denn Deutschland und auch Bayern brauchen angesichts der demographischen Entwicklung schon heute – und in Zukunft deutlich mehr – Zuwanderung. „Mia san Mia“ ist ein guter Einstieg in ein Stammtisch-Gespräch oder eine Begrüßung im Altersheim, aber keine Strategie für die Zukunft eines Landes.

Und wenn sich hier der eine oder andere an seinen wirtschaftlichen Muskeln erfreut und ein wenig übermütig auf wirtschaftlich rückständige EU-Beitrittsländer schaut, sollte eines nicht vergessen werden: Die Region Bayernhochsechs wäre ohne die Zuwanderung von Flüchtlingen nach dem 2. Weltkrieg nie zu ihrer heutigen Stärke gelangt. Orte wie Traunreut (im 2. Weltkrieg Munitionsdepot), oder Waldkraiburg (im 2. Weltkrieg Pulverfabrik), sind durch den Zuzug von vertriebenen Unternehmern und Familien erst zu Städten und bedeutenden Wirtschaftsstandorten geworden.

Die erfolgreiche Integration großer Zahlen vertriebener Menschen hat aber auch gezeigt, wie tolerant die Region in Wahrheit sein kann.  Wir brauchen Zuwanderung und Zugereiste, um Menschen jenseits der Landkreis- und Stammtischgrenzen für eine gemeinsame Zukunft in Bayernhochsechs zu gewinnen, dafür ist eine weltoffene Begrüßungskultur, nicht nur im Tourismus, Voraussetzung. Dazu braucht niemand auf Tradition oder althergebrachtes zu verzichten, im Gegenteil, denn bayerische Tradition und freiheitliches Denken sind fester Teil der Attraktivität unseres Landes, fremdenfeindliche Stammtischparolen aber nicht.

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