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Mehr Unternehmen

Sag mir, wo die Azubis sind, wo sind sie geblieben

Bayeti

Alle reden über ihn, keiner hat ihn gesehen –  der Auszubildende ist der Yeti der Gegenwart. Auch die Unternehmen in der Region Bayernhochsechs haben 2012 weniger Azubis für eine Ausbildung gewonnen als im Vorjahr und die Zukunft sieht auch nicht besser aus.

Die IHK hat dazu folgende Antwort: „Der Mangel an Bewerbern verfestigt sich und betrifft alle Branchen“, sagt Peter Driessen, Hauptgeschäftsführer der IHK für München und Oberbayern. Während die Unternehmen angesichts des erwarteten Fachkräftemangels und gut laufender Geschäfte erneut mehr Ausbildungsplätze als im Vorjahr angeboten hätten, sei die Zahl der Bewerber rückläufig, erläutert der IHK-Chef. So verließen zunehmend geburtenschwächere Jahrgänge die allgemeinbildenden Schulen und der Trend zum Studium und zu weiterführenden Schulen wie der Fachoberschule halte an, so Driessen. Rund 20 Prozent der oberbayerischen Unternehmen gaben 2012 an, dass sie nicht alle Lehrstellen besetzen konnten.

Henner Knabenreich, unser Lieblingsspezialist für Personalmarketing sieht das schon anders. Er rät den Unternehmen in einem Beitrag unter dem Titel: „Ausbildungsmarketing bei EDEKA: 1a (ein)gelocht oder am Bewerber vorbei“  genauer hinzusehen, denn wesentliche Ausbildungshemmnisse sind nach der aktuellen Ausbildungsumfrage des DIHK die unklaren Vorstellungen vieler Schulabgänger. Knabenreich schreibt: “Ausbildungen werden also zunehmend abgebrochen, weil die Jugendlichen eine falsche Vorstellung vom gewählten Beruf haben(Klammer auf: und weil sie eine falsche Erwartungshaltung haben – was nicht verwundert angesichts rappender Azubis, die entweder halbnackt mit Hawaii-Hemd den Beruf des Bankers präsentieren, durch eine McDonalds-Filiale tanzen oder auf Kassenfließbändern breakdancen – Klammer zu).“

„Was also liegt näher, unserem “Nachwuchs” Unternehmen und Ausbildungsberuf möglichst plastisch und realitätsnah zu schildern – bspw. über Online-Medien“.

Und das wollen wir mit Bayernhochsechs machen. Und zwar hier. Mehr Unternehmen. Mehr Leben. Mehr Süden.