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Mehr Unternehmen

Umfrage der IdW Traun/Alz – Schüler wissen zu wenig über die Unternehmen ihrer Region

 

tafelIm Auftrag des IdW Traun/Alz befragte Demosplan Schüler der Abiturklassen und abiturnahen Jahrgänge der Gymnasien und Berufs- und Fachoberschulen in Bayernhochsechs (formerly known as Region 18). Gefragt wurde der Nachwuchs zu seinen Zukunftsplänen und der Rolle, die Unternehmen aus der Region dabei spielen, beziehungsweise nicht spielen. Insgesamt beteiligten sich 1752 Schüler an der Online-Umfrage, dies entspricht rund 70 Prozent der Schüler aus den befragten Jahrgängen.

Neben den bekannten demografischen Faktoren, die zu einem stetigen Rückgang der Schülerzahlen, bei gleichzeitig wachsendem Arbeitsplatzangebot führen, kommt die Befragung zu einem weiteren unerfreulichen Erkenntnis: Denn selbst Schüler aus Gymnasien sowie Berufs- und Fachoberschulen sind nur unzureichend über die Möglichkeiten einer beruflichen Karriere in ihrer Heimat informiert.

Trotz einer in Deutschland ziemlich einzigartigen Unternehmenslandschaft sind 38,5 Prozent aller befragten Schüler der Meinung, es seien mehr Arbeitsplätze in der Region nötig, um sie hier zu halten; 14,8 Prozent glauben sogar, hierfür sei eine größere Auswahl an Arbeitgebern nötig. Nach dem Studium wollen 41 Prozent der Schüler in die Heimatregion zurückkehren, 36 Prozent glauben, dass sie wegziehen müssen, um ihre Karrierepläne verwirklichen zu können.

Wir fassen zusammen: Fachkräftemangel entsteht überall in Deutschland durch demografischen Wandel und in unserer Region auch noch durch fehlende Information des Nachwuchses. Wenn schon vor der eigenen Haustür keiner so recht weiß, was die Unternehmen hier zu bieten haben, wie mag sich unser Wirtschaftsraum dann erst für Menschen aus anderen Bundesländern oder gar dem Ausland darstellen?

Dabei ist zumindest das Informationsdefizit überwiegend hausgemacht. Denn, was ist so schwer daran, Zielgruppen adäquat zu informieren? Klappt doch auf der Produkt- und Kundenseite der Unternehmen auch sehr gut. Zu einem besseren Verständnis der vielseitigen Karrierechancen, die Unternehmen in unserer Region zu bieten haben, gehört zunächst mehr Offenheit und Transparenz. Gepaart mit Verständnis für die richtigen Inhalte und medialen Kanäle, die für potentielle Bewerber wichtig sind und ergänzt um ein zeitgemäßes Marketing mit glaubwürdiger Öffentlichkeitsarbeit.

Aber: Die wohlfeilen Sprüche von Politikern, die jetzt Unternehmen dazu auffordern, mehr für die Transparenz der wirtschaftlichen Perspektiven in der Region zu tun, sind deplatziert. Denn die Unternehmen können längst nicht mehr allein ein Image-Problem lösen, das Kirchturmdenker aus der Politik über Jahre mit verursacht haben.

Statt Schaufensterveranstaltungen und Sonntagsreden ist nun kluges Handeln die Prämisse. Wir von Bayernhochsechs sind dazu immer gerne bereit. Übrigens auch schon länger, wie dieses Chart aus unserer Präsentation (2012!) vor Vertretern der Planungsregion 18 und der Wirtschaftsförderung Traunstein zeigt:

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